Péroy-les-Gombries, ein malerisches Dorf im Kanton Nanteuil-le-Haudouin, liegt auf einem flachen Kalksteinplateau und bietet abwechslungsreiche Landschaften zwischen der fruchtbaren Hochebene von Gombrie im Süden und dem sandigen Wald von Roy im Norden. Die Geschichte der Gemeinde reicht bis in die galloromanische Zeit zurück, als sich die Kelten, angezogen vom Wasser und den leichten Böden, in dieser waldreichen und ressourcenreichen Region niederließen.

Mittelalterliche Lichtungen prägten die Region und führten zur Entstehung von Dörfern mit Namen, die an die Natur erinnern. Der Wald spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Péroy-les-Gombries und wurde unter dem Ancien Régime zu einem wirtschaftlichen Faktor mit der königlichen Kranfabrik von Nanteuil, die sich bis in die Wälder von Péroy erstreckte.

Eingebettet im Herzen von Königswald, in der Nähe von Péroy-les-Gombries in der Region Oise, ist das Pierre Glissoire ein bemerkenswertes Naturdenkmal, das geologisches Erbe, Artenvielfalt und Volkstraditionen vereint. Dieses Sandsteinchaos, das aus einer Landschaft aus Heidemooren und säureliebenden Rasenflächen hervorragt, bietet eine einzigartige Kulisse für Natur- und Wanderfreunde. Ein 800 Meter langer Lehrpfad schlängelt sich durch einen Kiefernwald und führt Besucher zu dieser faszinierenden Felsformation. Das Gelände erstreckt sich über 15 Hektar und beherbergt für sandige Umgebungen charakteristische Flora und Fauna, darunter die Sand-Segge, eine im Landesinneren seltene Pflanze. Um das Pierre Glissoire ranken sich auch Legenden. Der lokalen Überlieferung zufolge kamen Frauen auf der Suche nach Fruchtbarkeit, um hineinzugleiten, da sie glaubten, dieses Ritual würde die Empfängnis fördern oder die Geburt erleichtern. Das leicht erreichbare Pierre Glissoire ist ein ideales Ziel für einen Ausflug, der Naturentdeckung mit dem Eintauchen in die überlieferten Glaubensvorstellungen der Region Valois verbindet.